Alfred Lansburgh und die Gründung der Bankakademie

1899 übernahm Alfred Lansburgh für den „Verein der Bankbeamten in Berlin“ den Vorsitz einer Kommission, die damit beauftragt war, Fachkurse für die Weiterbildung von Bankbeamten einzurichten. Diese Fachkurse begannen im Herbst 1899 und wurden später vom Centralverband des deutschen Bank- und Bankiergewerbes unterstützt. Lansburgh war auch als Dozent im Rahmen der Fachkurse tätig. 1901 gab er den Vorsitz an Gerg Obst ab, der die Kurse bis 1910 organisierte. Diese später „Fachschule“ genannten Kurse wurden 1911 in die „Bankakademie“ umgewandelt, womit sich der Anspruch an höhere Anforderungen verband.

Die heutige „Bankakademie“ bzw. seit 2007 „Frankfurt School of Finance & Management“ beruft sich historisch nur auf die 1957 u.a. von Reinhold Sellien durch den Gabler Verlages in Wiesbaden gegründete Bankakademie, obwohl die Tradition „wissenschaftlich gebildete Praktiker“ unter den Namen „Bankakademie“ auszubilden, eben auf das Jahr 1899 bzw. 1911 zurückgeht.

Sellien hatte ab 1952 zudem die „Briefe eines Bankdirektors an seinen Sohn“ als Ausbildungsformat von Lansburgh für seine Zeitschrift „Der Bankkaufmann“ kopiert.

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